„Das müssen die löschen! Sofort!“ Vicky ist wütend! Wie kommen diese Bilder ins Netz? Und viel wichtiger: wie kriegt man sie wieder raus? Wie kann sie diesem Cyber-Albtraum nur entkommen? Und wer ist schuld? Die Aufklärungsstunde des vermeintlichen Polizeioberkommissars Stein kippt schnell in persönliche Betroffenheit. Hier werden nicht abstrakte Fakten behandelt, sondern das Leben der eigenen kleinen Schwester, der – durch eigenes Zutun oder nicht – die sozialen Netzwerke zum Fallstrick wurden. 

„Out-Gefangen im Netz“, mobiles Klassenzimmerstück von Knut Winkelmann. Roman Kimmich als Dominik Stein. ©A. Matuschek.

„Out-Gefangen im Netz“, mobiles Klassenzimmerstück von Knut Winkelmann. Roman Kimmich als Dominik Stein.©A. Matuschek.

Im September wurde das mobile Klassenzimmerstück „Out! – Gefangen im Netz“ vom Landestheater Eisenach in drei siebten Klassen des Elisabeth-Gymnasiums aufgeführt. In einer theaterpädagogischen Nachbereitung direkt im Anschluss konnten die Schüler Fragen stellen und über das Gesehene diskutieren.  

Am 15.09.2017 fand die Premiere in der Klasse 7F1 statt.

„Schock, Freude, Angst, Panik, Erleichterung – kaum zu glauben, all diese Gefühle innerhalb einer 90minütigen Unterrichtsstunde. […] In der dritten Stunde wurden wir von einem Kriminalpolizisten überrascht: ,Zettel nehmen, Name und Adresse drauf, Handys nach vorne bringen‘, klang es nur. Da flüsterten auch schon einige, weil sie ihr Handy vergessen hatten. […]“

„[…] Im Nachgespräch gab es für uns Momente, in denen man sich viele Fragen stellte. Aber es gab auch Augenblicke, in denen man stolz auf Vicky war, weil sie sich durchsetzt und am Ende auch anderen Leuten hilft. […]“

(Lena Gebhardt, 7F1)

 

„Eine gewöhnliche Unterrichtsstunde beginnt, auf einmal klopft es sehr laut an der Tür und ein Mann kommt in den Klassenraum, er will unsere Lehrerin sprechen. Wir warten, doch er kommt schnell wieder herein und sagt: „Ich bin von der Polizei, es geht um das Thema Cybermobbing.“ […]

Es wird die Geschichte von Vicky erzählt, wie sich das Cybermobbing langsam aufbaut, am Anfang ganz unscheinbar. Die Handlung steigert sich und es wird von immer schlimmeren Sachen berichtet, bis Vicky wirklich am Ende ist, sogar Nacktfotos von ihr im Internet erscheinen. […]“

(Lucas Schindler, 7F1)

 

 „Zu Beginn der Unterrichtsstunde hämmerte es an der Tür, wir erschraken als der angebliche Kriminalpolizist uns aufforderte unsere Handys auf den Lehrertisch zu legen, damit sie nach auffälligen Bildern und Videos untersucht werden können. […]“

„[…] Ein herzlicher Dank geht an Roman Kimmich und Stephan Rumphorst vom Landestheater Eisenach. Beide haben uns in der dritten und vierten Stunde mit einem Klassenzimmerstück zum Nachdenken angeregt und ins Grübeln gebracht. […]“

(Friderike Schrön, 7F1)

 

Das mobile Theaterstück „Out! – Gefangen im Netz“ leistet Aufklärungsarbeit über Chancen und Risiken der Cyberwelt, aber auch über Zivilcourage und Akzeptanz. Die Handlung basiert dabei auf einer wahren Begebenheit. Die Auszüge aus Schülerbeiträgen zeigen, wie wichtig es in unserer heutigen Mediengesellschaft ist, vielfältige Wege zu nutzen, um über Themen wie den Umgang mit sozialen Netzwerken oder auch Chancen und Risiken des Internets ins Gespräch zu kommen und das eigene Handeln zu reflektieren. Die Theateraufführung und die anschließende Diskussion innerhalb der Klassen boten diese Gelegenheit.

 

 

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